Ostuni besuchen und besichtigen

Ostuni ,in der Provinz Brindisi, direkt an der Adria, überwältigt nur schon durch dessen Anblick. Sie befindet sich auf eine der letzten Erhöhungen der Murge und erstrahlt in einem weißen Gewand, zwischen stahlblauem Himmel, tiefblauem Meer und Silber-Glänzenden Olivenhainen. Einmalig sind die engen Gassen, die sich steil und auf- und abwärts durch die antike Stadt schlängeln. Auf dem höchsten Punkt dieser Schnee-weißen Krippe befindet sich die Kathedrale und der Bischofspalast, Symbol vergangener Macht. Heute ist Ostuni eine begehrte, internationale Feriendestination mit zahlreichen Empfangsstrukturen, einem gut organisierten Strand und drei touristische Touren um die Stadt und die Umgebung mit ihrer antiken Geschichte kennenzulernen. Sie war bereits in der Urzeit, 1000 v.Chr., von den Messapier besiedelt – eine antike Bevölkerung, die sich im Gebiet des Salento und dann in ganz Süden Apuliens ausbreitete. In Ostuni trafen Griechen, Langobarden, Sarazenen, Schwaben und Normannen ein. Über 200 Jahre lang regierten die Spanier, welche von einem starken Patriotismus vertrieben wurden und nach der Abreise Garibaldis von Messina wurde die erste italienische Flagge gehisst, welche diejenige der Bourbonen ablöste.
Was gibt’s in Ostuni zu sehen und zu tun
Was gibt’s in Ostuni zu sehen? Die Jahrtausend alte Geschichte der Stadt ist im Stadtmuseum, im Stadtzentrum, dokumentiert. Das Freilichtmuseum Parco Archeologico e Naturale di Santa Mara d’Agnano, auf der Nationalstrasse Nr. 16, Richtung Bari, vervollständigt den geschichtlichen Ablauf von Ostuni. Wer die Kultur und Traditionen von Ostuni hautnah erleben möchte, sollte an den folkloristischen Veranstaltungen teilnehmen und sich unter die einheimische Bevölkerung mischen. Vom 25. bis 27. August findet der historische Umzug zu Pferd und mit Trachten aus der napoleonischen Epoche statt. Dieses Fest wird seit dem fernen 1794 gefeiert. Die beeindruckendste Veranstaltung ist der Umzug der Madonna della Grata. Keine Musik, Lichter oder Feuerwerke sondern lediglich tausende von Kerzenlichter, die sich im Takt der leise singenden Gläubiger bewegen. Es ist ein antiker Brauch, der immer wieder große Faszination auslöst.



